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Leuffen

Leistungen > Restauration

Fotostrecke einer Restaurationsarbeit
Sandstein Denkmal Leuffen in Otzenrath.
Umsiedlung bedingt durch den Braunkohletagebau.
Das Denkmal wurde restauriert und 2006 in Neu Garzweiler errichtet.

Quelle : http://www.ngz-online.de/public/article/nachrichten/343170/Gruft-findet-Platz-im-neuen-Ort.html
Jüchen
Gruft findet Platz im neuen Ort
VON URSULA REISDORF -
zuletzt aktualisiert: 14.07.2006 - 21:30

Neu-Otzenrath Gruften sind Relikte der Vergangenheit. Gemauerte unterirdische Grabstätten, in denen Särge oder Urnen offen beigesetzt wurden. Heute sind Neubauten solcher Gruften nicht mehr üblich. Doch mitten im Umsiedlungsort Otzenrath arbeitete vor kurzem Steinmetz Burkhard Lilienbecker an den alten Mauern der Gruft Leuffen.


Nachkomme Christian Leuffen (l.) und Theo Orth pflanzen rund um die Familiengruft Leuffen in Neu-Otzenrath Sträucher und Bäume. Foto: Michael Reuter



Für die gleichnamige Familie, die mittlerweile auf dem Bongarder Hof zwischen Allrath und Sinsteden lebt, war der Wiederaufbau der Familien-Grabstätte ein wichtiger Moment in der traditionsreichen Geschichte des Clans.

In der Mittagshitze schaufeln Christian Leuffen und sein Bekannter Theo Orth nun Erde rund um die Ruhestätte. Dort wollen sie demnächst eine Böschung pflanzen. „Dann wirkt die Umgebung der Gruft idyllischer und die Grabstätte nicht mehr ganz so bombastisch“, sagt Christian Leuffen.
Der Otzenrather freut sich, dass der Umzug seiner Ahnen in den neuen Ort geglückt ist.
„Die Geschichte der Familie ist eng mit Otzenrath verbunden“, berichtet Heinz Behr, Vermögensverwalter der Kirchengemeinde St. Simon und Judas Thaddäus. Die Bewohner des Rittergutes Leuffen übernahmen seit Jahrhunderten eine führende Position im Ort ein und trugen einen erheblichen Teil der Steuerlast.

„Durch Spenden für die Kirchengemeinde erwarben sie das Anrecht auf unbestimmte Zeit einen Platz auf dem Otzenrather Friedhof zu erhalten“, erklärt Heinz Behr. Zudem habe die Gruft mit dem historischen Grabmal, das mit seinen zwei Türmen eindrucksvoll an den Kölner Dom erinnert, zum Ortsbild gehört.
Leuffens zogen vor fast zwei Jahren vom gleichnamigen Rittergut auf den Bongarder Hof - wo sie sich nun heimisch fühlen. Der Verbleib der Gruft stand während dieser Zeit immer wieder zur Diskussion. Die Familienmitglieder verhandeltenetwa den Kommunen Grevenbroich und Rommerskirchen, ehe sie bei der Gemeindeverwaltung Jüchen ein offenes Ohr für ihre Belange fanden.
„Diese Geschichte füllt einen ganzen Aktenordner“, erzählt Hermann Leuffen und blättert in den Dokumenten. Für den Bau der Gruft war eine Genehmigung erforderlich und neue Fundamente mussten ausgehoben und gegossen werden.
„Unterhalb der Grabstätte wurde kein Gewölbe errichtet, sondern ein rechteckiger geradliniger Raum“, erzählt der Vater von Christian Leuffen. 17 Vorfahren sind in der Gruft beigesetzt, obwohl 18 auf der Platte des Grabmals eingraviert wurden.
„Eine Ahnin war Nonne. Sie ist in Ahrweiler bestattet, obwohl ihr Name noch auf dem Stein zu finden ist“, sagt der Vorfahre. Hermann Leuffen lebte seit 1973 mit Ehefrau Karin auf dem Rittergut in Alt-Otzenrath. Den Hof bewirtschaftet sein Onkel über mehrere Jahre.
Im Dezember 2004 zog Hermann Leuffen auf den Bongarder Hof, der ebenfalls ein Rittergut war.
„Meine Familie war über viele Generationen hinweg sehr religiös. Die Vorfahren, die in der Gruft bestattet sind, stammen aus Sinsteden und Otzenrath. Ein Ahne war Dechant in Elsen, dessen Bruder Pastor in Jülich“, berichtet Leuffen.
Errichtet wurde die Gruft von Johann Benjamin Leuffen, der 1824 in Otzenrath geboren wurde und Maria Agnes Leuffen, geborene Bremer, heiratete. Seine Mutter stiftete der Kirche das Land für den Friedhof. „Ich freue mich über den Wiederaufbau der Grabstätte im neuen Ort, dadurch kann unsere Familie den Kontakt zu den Einwohnern halten“, sagt Hermann Leuffen.
Regelmäßig fährt er in den Umsiedlungsort und besucht den Friedhof. „Solche Dinge reißen nicht ab, auch wenn man umzieht“, erklärt der Nachkomme. „Eine Familiengruft zu besitzen, bedeutet auch Pflichten zu übernehmen.“

Burkhard Lilienbecker, Steinmetz aus Eschweiler, demontierte und restaurierte das Grabmal aus Sandstein und gestaltete die Gruft oberirdisch neu. „Wir haben alles Alte wieder verwendet“, erklärt der Steinmetz. Acht große Platten werden von einer massiven Einfassung aus belgischem Granit gehalten.
Die alten Gitter, die schon in Otzenrath die Gruft umgaben, wurden gereinigt, gesandstrahlt und verzinkt. „Die Abdeckplatten im mittleren Bereich sind demontierbar und werden für Beisetzungen geöffnet“, erklärt der Steinmetz weiter. Ein halbes Jahr hat er an der Restauration des Grabmales gearbeitet. „Schließlich macht man so was nicht alle Tage“, erzählt Lilienbecker.

Auf der Rückseite des Steines fand der Eschweiler den Schriftzug „Dem trefflichen Vater Christian Leuffen in inniger Liebe“ und römische Ziffern, die auf Jahr 1850 verweisen. Der jüngste Eintrag stammt von derBeisetzung von Hans und Martha Leuffen, den Großeltern von Christian, der heute die Gruft pflegt.





In diesem Zustand hatte sich das Denkmal vor der Demontage befunden.
Mit Efeu zugewachsen, eine Menge an Vorschädigungen und mit einem Dispersionsanstrich versehen.
Das Alter des Grabmal konnte man nur erahnen, es stammt wohl aus dem vorigen Jahrhundert, etwa um 1850 errichtet von Christian Leuffen.

Hier wurde des Denkmal eingerüstet und Stück um Stück demontiert.

Zwischenzeitlich, bevor restaurationen fertiggestellt waren, ist die Einfassung der neuen Grabgruft mit massiven Blausteinbalken bekleidet worden.

Impressionen der Restaurierungsarbeiten.

Impressionen der Restaurierungsarbeiten.

Impressionen der Restaurierungsarbeiten.
In diesem Text ist ein Zahlencode versteckt.

Aufbau am neuen Platz, mit vereinten Kräften.

... und weiter geht's.

... die letzten Handgriffe.

... Geschafft !!!

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